Nach den kontinentalen und globalen Ausscheidungen, bei denen sich je zwei Athleten qualifizierten, ist klar, dass ich nicht bei den Olympischen Spielen in Tokio dabei sein werde. 

Bei den beiden Wettkämpfen in Budapest und Sofia scheiterte ich wie schon bei der Weltmeisterschaft 2019 am erfahrenen Tschechen Artur Omarov, der sich schliesslich beim letzten Turnier für die Spiele qualifizierte. Erfreulich war trotz diesen Niederlagen, dass ich mich von Kampf zu Kampf massiv steigerte. In Kasachstan 2019 verlor ich noch 0:9 gegen ihn. In Sofia hingegen war es ein Kampf auf Augenhöhe, der mit 1:1 zu seinen Gunsten endete. Zusätzlich gewann ich bei diesem Turnier in der Qualifikation gegen den Österreicher Daniel Gastl, dem ich zuvor stets unterlag.

Zwei Wochen später fand bereits die U23-Europameisterschaft in Skopje statt. Dort erwischte ich einen schlechten Tag und verlor gegen den im Juniorenbereich erfolgreichen Patrick Neumaier aus Deutschland 2:0. Das war eine grosse Enttäuschung für mich, da ich eine Medaille anstrebte. 

Sicherlich sind dies wertvolle Erfahrungen für den nächsten Olympiazyklus. Ich habe meine besten Jahre im Sport noch vor mir. 

Ich habe mich entschlossen neue Wege zu gehen und werde mich auf die kommenden Olympischen Spiele in Paris 2024 mehrheitlich in Moskau vorbereiten. Dort finde ich professionelle Strukturen und das für meine Zielerreichung benötigte sportliche Umfeld vor. 

Dem Verband und der RR Brunnen bin ich dankbar, dass sie auf mich setzen und trotz den Reisebeschränkungen eine würdige Vorbereitung für diese wichtigen Wettkämpfe ermöglichten. Weiter möchte ich mich bei allen, die mich auf diesem Weg begleiten, herzlich bedanken. Namentlich sind das meine Trainer, mein Staff, die Sporthilfe, die Schweizer Armee, meine Sponsoren, meine Supporter sowie meine Freunde und Familie.